Modernisierungs-Tipp: Heizung erneuern
Die Heizungsanlagen in vielen deutschen Kellern sind technisch veraltet und entsprechen nicht mehr den heutigen Vorstellungen von Komfort und Effizienz: Sie verbrauchen unnötig viel Energie und führen so zu hohen Heizkosten. Emissionen bei der Verbrennung von fossilen Energieträgern schaden zudem der Umwelt. Gute Gründe, die alte Heizung zu erneuern. Denn: Keine andere Sanierungsmaßnahme ist so effizient wie die Heizungsmodernisierung.
Vorteile einer neuen, zukunftsfähigen Heizungsanlage
- Neue Heizungen auf Basis erneuerbarer Energien schonen die Ressourcen, reduzieren die CO2-Emissionen und leisten so einen Beitrag zum Klimaschutz.
- Moderne Heizungen arbeiten effizienter und somit auch sparsamer. Das schont den Geldbeutel langfristig.
- Durch ein abgestimmtes Zusammenspiel der Heizkomponenten wird die Wärme effizient und gleichmäßig verteilt – für wohlige Behaglichkeit in allen Räumen.
- Für die Erneuerung von Heizungsanlagen auf Basis erneuerbarer Energien gibt es vom Staat attraktive Zuschüsse, sodass sich der Heizungsaustausch noch schneller rechnet.
Hier finden Sie weitere Informationen zu den Fördermöglichkeiten.
Wann muss eine Heizung erneuert werden?
Dass die Heiztechnik veraltet ist und möglicherweise erneuert werden sollte, kann man im Alltag an unterschiedlichen Anzeichen erkennen:
- Wenn häufig Reparaturen anfallen und die Heizung nicht mehr zuverlässig funktioniert
- Wenn die Räume nicht mehr richtig warm werden
- Wenn die Heizungsanlage nicht mehr effizient arbeitet und dadurch unnötig hohe Heizkosten entstehen
- Wenn der Schornsteinfeger bei seiner Überprüfung Mängel bzw. zu hohe Abgaswerte feststellt
- Wenn die Heizanlage schon 20 Jahre oder länger in Betrieb ist. Spätestens nach 30 Jahren ist ein Austausch übrigens in der Regel vorgeschrieben.
Gesetzliche Pflicht, die Heizung zu erneuern
Die Pflicht, eine Heizung zu erneuern ist im Gebäudeenergiegesetz (GEG) festgehalten: Laut Regelung vom November 2020 müssen nach Ablauf von 30 Jahren nach Einbau oder Aufstellung die meisten Gas- und Ölheizungen ausgetauscht werden. Lesen Sie hier mehr zum Austausch alter Ölheizungen.
Die Novellierung des GEG 2024 schreibt für neu eingebaute Heizungen im Normalfall darüber hinaus einen Anteil von 65% erneuerbaren Energien vor. Das Ziel hinter dieser gesetzlichen Vorgabe ist es, den CO2-Ausstoß in Deutschland zu reduzieren.
Es gibt zwar Ausnahmen von der Pflicht, Heizungen auszutauschen, aber: Veraltete Heiztechnik zu erneuern, lohnt sich in jedem Fall – für den Geldbeutel und für die Umwelt.
Extra-Tipp: Heizungstausch im Sommer
Auch wenn man im Sommer nicht unbedingt ans Heizen denkt: Die warme Jahreszeit ist der optimale Zeitpunkt für die Heizungserneuerung. Denn dann ist die Heizungsanlage nicht täglich im Einsatz und kann ohne größere Komforteinschränkungen ausgetauscht werden.
Nach der Sommerpause profitieren Sie dann in den kalten Monaten von einer rundum erneuerten, energieeffizienteren Heizung – und können modernsten Wärmekomfort genießen.
Heizungsmodernisierung: Maßnahmen und Aufwand
Eine Heizungsanlage besteht aus unterschiedlichen Komponenten – von der Wärmeerzeugung und -speicherung bis zur Wärmeverteilung. Im KERMI System x-optimiert sind alle Bestandteile genau aufeinander abgestimmt und spielen ideal zusammen. Gemeinsam bieten sie bei der Heizungsmodernisierung ein Maximum an Effizienzsteigerung. Aber auch jede einzelne Sanierungsmaßnahme für sich trägt dazu bei, Kosten und Energie zu sparen
Umstieg auf Wärmepumpenheizung
- Eine Wärmepumpe heizt mit erneuerbaren Energien – kombiniert mit PV-Strom und Batteriespeicher sogar bis zu 100 Prozent CO2-neutral.
- Das schont die Umwelt und reduziert Heizkosten.
- Luft/Wasser-Wärmepumpen werden einfach im Heizungskeller oder im Außenbereich aufgestellt und sind ohne Erdbohrungen leicht nachzurüsten.
Alles Wichtige rund um Wärmepumpen erfahren Sie hier.
Heizkörpermodernisierung
- Moderne Heizkörper sorgen für eine gleichmäßige, effiziente Wärmeverteilung und können so zu Energieeinsparungen beitragen
- Designvielfalt vom klassischen Flachheizkörper bis zum eleganten Handtuchheizkörper für eine zeitgemäße Wohnraumgestaltung
- Der Einbau ist dank spezieller Renovierungslösungen ohne bauliche Veränderungen möglich. Lesen Sie mehr zu den Möglichkeiten der Heizkörpermodernisierung.
- Viele Varianten für unterschiedliche Anforderungen erhältlich: besonders energieeffiziente Heizkörper, spezielle Flachheizkörper für die Wärmepumpe, Badheizkörper, Elektroheizkörper. Welcher ist der richtige Heizkörper für Sie?
Zu den Energiesparheizkörpern therm-x2
Zu den Wärmepumpenheizkörpern x-flair
Zu den KERMI Badheizkörpern
Zu den KERMI Elektroheizkörpern
Fußbodenheizung nachrüsten
- Mit ihrer großen Heizfläche sorgen Fußbodenheizungen für eine angenehme, effiziente Wärmeverteilung
- Zudem gelten sie als optimaler Partner für eine moderne Wärmepumpe
- Spezielle Fußbodenheizungssysteme lassen sich einfach nachrüsten und können ohne Abbruch- und Stemmarbeiten auf dem bestehenden Bodenbelag verlegt werden.
Lüftungsanlage ergänzen
- Wohnraumlüftungen tauschen die Luft automatisch aus und helfen so, Schimmel zu vermeiden
- Gleichzeitig lassen sie die wertvolle Heizwärme nicht nach außen entweichen – so kühlen Räume durch das Lüften nicht aus.
- Das trägt zur Effizienz des gesamten Heizsystems bei
- Dezentrale Wohnraumlüftung oder zentrale Lüftungsanlage: Auch nachträglich ist ein Einbau meist mit wenig Aufwand möglich.
Mehr zu den Vorzügen und zur Nachrüstung von kontrollierten Wohnraumlüftungen.
FAQ
Welche Heizung sollte man heute im Altbau einbauen?
Bei der Modernisierung von Altbauten werden heute besonders häufig Heizsysteme eingesetzt, die erneuerbare Energien nutzen und niedrige CO2-Emissionen ermöglichen. Dazu zählen vor allem moderne Wärmepumpensysteme, die sich auch im Bestand zunehmend einsetzen lassen.
Entscheidend ist dabei, dass Heizsystem, Gebäude und Heizflächen gut aufeinander abgestimmt sind. Gute Voraussetzungen schaffen beispielsweise modernisierte Gebäude, niedrige Vorlauftemperaturen sowie passend dimensionierte Heizkörper oder Flächenheizungen.
Je nach Gebäude und Sanierungsstand können jedoch auch hybride Lösungen sinnvoll sein – etwa zur schrittweisen Modernisierung bestehender Heizsysteme.
Was sind die besten Heizsysteme für ein Einfamilienhaus?
Als Alternative zu Öl- und Gasheizungen kommen für Einfamilienhäuser heute unterschiedliche Heizsysteme infrage – abhängig vom Gebäudestandard, dem Wärmebedarf und den vorhandenen Heizflächen. Wenn ein effizientes, klimafreundliches Heizen im Mittelpunkt steht, werden häufig moderne Wärmepumpensysteme eingesetzt. Sie nutzen Energie aus der Umwelt für die Wärmebereitstellung, machen so unabhängig von fossilen Brennstoffen und reduzieren CO2-Emissionen. In Kombination mit Flächenheizungen oder modernen Heizkörpern schaffen sie gute Voraussetzungen für einen zukunftsfähigen Heizbetrieb im Einfamilienhaus.
Welche Heizung ist langfristig am günstigsten?
Langfristig besonders günstig arbeiten Heizsysteme, die wenig Energie verbrauchen und erneuerbare Energien nutzen. Dazu zählen vor allem Wärmepumpen, da sie einen Großteil der benötigten Wärme aus der Umwelt gewinnen und dadurch vergleichsweise niedrige Heizkosten ermöglichen können. Gleichzeitig macht die Nutzung erneuerbarer Energien unabhängiger von steigenden oder schwankenden Gas- und Ölpreisen. Wie wirtschaftlich ein Heizsystem tatsächlich arbeitet, hängt jedoch auch vom Wärmebedarf des Gebäudes und den benötigten Systemtemperaturen ab. Grundsätzlich gilt: Je niedriger die benötigte Vorlauftemperatur des Heizsystems, desto weniger Energie muss für die Wärmebereitstellung aufgewendet werden. Gute Voraussetzungen dafür schaffen beispielsweise Flächenheizungen oder passend dimensionierte Heizkörper.
Welche Heizsysteme eignen sich besonders für große Gebäude?
In größeren Gebäuden kommen je nach Wärmebedarf und Nutzung unterschiedliche Heizsysteme zum Einsatz. Häufig werden beispielsweise Fernwärme, Gas-Brennwertsysteme, hybride Heizlösungen oder Biomasseanlagen eingesetzt, um hohe Heizlasten zuverlässig abzudecken.
Zunehmend gewinnen dabei auch Wärmepumpensysteme an Bedeutung, da sie erneuerbare Energien nutzen und sich als klimafreundliche Heizlösung flexibel an unterschiedliche Gebäudeanforderungen anpassen lassen. Häufig werden dafür mehrere Wärmepumpen im Kaskadenbetrieb eingesetzt, um die benötigte Heizleistung bedarfsgerecht bereitzustellen. Alternativ können hybride Heizsysteme sinnvoll sein, bei denen Wärmepumpen mit weiteren Wärmeerzeugern kombiniert werden – etwa zur Abdeckung hoher Spitzenlasten oder unterschiedlicher Betriebsanforderungen.
Entscheidend für einen effizienten Betrieb sind dabei niedrige Vorlauftemperaturen, passend dimensionierte Heizflächen und ein abgestimmtes Wärmeverteilungssystem.